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Aktuelles / Blog
Projekte für Fähigkeiten und Möglichkeiten PDF Drucken E-Mail

Teilhabe ist mehr als Konsum. Die aktive Teilhabe, für die wir uns als Gefat einsetzen, umfasst die bewusste Mitgestaltung des eigenen Umfeldes und der eigenen Rolle darin. Was tun wir für dieses hehre Ziel?

In dem Antwortbeitrag auf Erika Reglin-Hormann haben wir kurz umrissen, worum es geht: sowohl um Fähigkeiten als auch um Möglichkeiten. Wir unterstützen Menschen darin, selbstbestimmt gestaltend tätig zu werden, dabei ihre Fähigkeiten zu entdecken und bewusst weiterzuentwickeln. Auch relativ kleine Projekte – vor allem mit Jugendlichen – können in diesem Sinne sehr wirksam sein, weil sie die sozialen Kompetenzen und vor allem das Selbstbewusstsein entwickeln helfen, das für aktive Teilhabe in den verschiedensten Lebenslagen notwendig ist. Im Konkreten erfordert selbstbestimmtes Leben und Arbeiten natürlich auch Strukturen, die Dinge möglich machen. Deshalb ist ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit die Initiierung, Organisation und Begleitung von Prozessen, in denen die Beteiligten neue Formen der Zusammenarbeit, wechselseitigen Unterstützung und Interessenvertretung entwickeln, die in der Folge dauerhaft aktive Teilhabe ermöglichen.

Wir entwickeln zurzeit Angebote für sehr unterschiedliche gesellschaftliche Bereiche. Drei verschiedene Konzepte möchten wir Ihnen an dieser Stelle kurz vorstellen.

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Mehr als Geld: die Fähigkeit, selbst teilzuhaben PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Sören Kiel   

Ein Antwortartikel von Sören Kiel auf den Gastbeitrag von Erika Reglin-Hormann

Wer mit einem Messer die Fensterscheiben der U-Bahn zerkratzt, die ihn gerade von A nach B bringt, hat ganz offensichtlich das Gefühl „irgendwie nicht dazuzugehören“. Von den Betroffenen würden die Gründe dafür nicht unbedingt hinterfragt, schreibt Erika Reglin-Hormann in ihrem Artikel zur Frage der gesellschaftlichen Teilhabe. Wir sollten das aber tun, bevor wir ganz selbstverständlich voraussetzen, die Wurzel der Frustration sei fehlendes Geld und das Problem ließe sich mit Geldzahlungen allein überwinden.

Klar, Hartz IV ist nicht viel. Zwar können sich manche recht gut mit den begrenzten Bezügen arrangieren – vor allem junge Menschen, die es nie gewohnt waren, oft ins Kino zu gehen. Doch für Menschen, die von einem höheren Lebensstandard auf Hartz IV absacken, die vielleicht Kinder haben und größere finanzielle Verpflichtungen eingegangen sind, stellt sich das anders dar. Da ist die Forderung nach mehr Geld verständlich.

Wir sollten jedoch vorsichtig sein, bevor wir Forderungen formulieren. Wenn wir vom Sozialstaat und damit von der Allgemeinheit finanzielle Leistungen erwarten, die allen Menschen bedingungslos „gesellschaftliche Teilhabe an allem, was unser Land zu bieten hat“ ermöglichen sollen, sind wir schnell bei der Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen von deutlich über 1000 Euro. Wir könnten darüber diskutieren, ob das wünschenswert wäre oder nicht. Es wäre jedoch eine rein theoretische Diskussion, denn der fromme Wunsch ist nicht finanzierbar. Wenn eine der lebendigsten und am schnellsten wachsenden sozialen Bewegungen der Gegenwart ins Utopische abglitte und damit die Chance verspielte, die Menschen in der Mitte der Gesellschaft anzusprechen, die sich reale Lösungen für konkrete Probleme wünschen, wäre das mehr als schade.

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Filmfestspiele versus Suppenküchen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Erika Reglin-Hormann   

Ein Gastbeitrag von Erika Reglin-Hormann.

Was ist gesellschaftliche Teilhabe?

Der OscarIm Zusammenhang mit der Hartz IV Debatte und dem durch das Bundesverfassungsgericht festgestellten Umstand, dass die Regelsätze nicht verfassungskonform sind, darf man davon ausgehen, dass die Richter in etwa eine Ahnung von diesem Begriff hatten. Das erfordert eine abstrakte Denkfähigkeit. Danke, liebe Richter.

Bei dem Beschluss, wie viel Geld jemand erhalten soll, der es nicht selbst erwirtschaftet, ging man davon aus, dass dieser jemand wohnen, essen und sich ein paar Biere leisten können soll. Würde dieser jemand in den Slums von Brasilien leben, hätte man ihn damit wohl zu einem Privilegierten gemacht. Doch wir sind in Deutschland. In einem Land, bei dem dem Arbeitslosen an jeder Ecke die Dinge begegnen, die er sich nicht leisten – an denen er nicht teilhaben – kann.

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Aktive Teilhabe und Demokratie jenseits des Nationalstaates PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Claas Christophersen   

Buchtipp:
„Kritik der transnationalen Gewalt“
von Gefat-Mitglied Claas Christophersen

Kein Zweifel: Demokraten sind wir heute alle. Selbst Neo-Faschisten sind auf den Zug aufgesprungen und können sich wie die deutsche NPD allen Ernstes nationaldemokratisch nennen. In solchen Verhältnissen wird es umso dringlicher, den eigenen Begriff von Demokratie herauszustellen. Denn der Eindruck bloßer Inhaltsbeliebigkeit täuscht: es bedarf stets einer normativen Begründung, warum eine bestimmte politische Auffassung demokratisch sein soll. Für mich besteht der Kern der Demokratie in „Regierung oder Macht des Volkes“. Folgt man diesem „etymologischen Ideal“ der Demokratie, wie Giovanni Sartori es formuliert hat, so kann es eigentlich gar keine Demokratie geben, die nicht partizipatorisch wäre; der Begriff „partizipatorische Demokratie“ bezeichnete somit so etwas wie einen „weißen Schimmel“.

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„Nobelpreis“ für aktive Teilhabe: Wir gratulieren Elinor Ostrom! PDF Drucken E-Mail

Zum ersten Mal in der Geschichte des so genannten „Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaften“ wird dieses Jahr eine Frau ausgezeichnet. Wir freuen uns über die Verleihung des von der Schwedischen Reichsbank im Andenken an Alfred Nobel gestifteten Preises an Elinor Ostrom – nicht nur, weil eine Öffnung der bisherigen Männerdomäne überfällig war. Vor dem Hintergrund des Versagens der wirtschaftlichen Institutionen in der Krise und dem damit verbundenen Vertrauensverlust lenkt das Preiskomitee mit seiner Entscheidung das Augenmerk auf das wirtschaftliche Potenzial von Formen der Zusammenarbeit, die im Gegenteil Vertrauen herstellen und stärken.

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