Partizipatorisch
Als junge NGO engagieren wir uns durch advokative Arbeit, Durchführung von Projekten und unterstützende Dienstleistungen für durchgreifend partizipative Entwicklung gesellschaftlicher Organisation.
Visionär
Wir wirken daran mit, dass Menschen bestehende Möglichkeiten erkennen und neue reale Möglichkeiten erschaffen, die gesellschaftliche Zukunft und ihre eigene Rolle darin effektiv und gemeinschaftlich mitzugestalten.
»Empowering«
Wir unterstützen Menschen in ihrer Fähigkeit, selbstbestimmt und eigenverantwortlich ihr soziales Leben zu gestalten und sich wertorientiert und kompetent in Gesellschaft und demokratisches Gemeinwesen einzubringen.
Spendenkonto
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| „Nobelpreis“ für aktive Teilhabe: Wir gratulieren Elinor Ostrom! |
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| Mittwoch, den 14. Oktober 2009 um 13:45 Uhr |
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Zum ersten Mal in der Geschichte des so genannten „Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaften“ wird dieses Jahr eine Frau ausgezeichnet. Wir freuen uns über die Verleihung des von der Schwedischen Reichsbank im Andenken an Alfred Nobel gestifteten Preises an Elinor Ostrom – nicht nur, weil eine Öffnung der bisherigen Männerdomäne überfällig war. Vor dem Hintergrund des Versagens der wirtschaftlichen Institutionen in der Krise und dem damit verbundenen Vertrauensverlust lenkt das Preiskomitee mit seiner Entscheidung das Augenmerk auf das wirtschaftliche Potenzial von Formen der Zusammenarbeit, die im Gegenteil Vertrauen herstellen und stärken. Ostrom ist von Haus aus Politologin, hat sich mit ihren Forschungen im Grenzgebiet von Politik- und Wirtschaftswissenschaft aber ebenso sehr wie Oliver Williamson, mit dem sie sich die Auszeichnung teilt, um die Institutionenökonomie verdient gemacht. Ostroms Interessengebiet ist das Management ökonomischer Ressourcen und die Interaktion der Akteure in unterschiedlichen institutionellen Strukturen. Ein Schwerpunkt ihrer Forschung ist die Nutzung so genannter Allmenderessourcen (common-pool resources), die sich dadurch auszeichnen, dass wegen ihrer Begrenztheit Konkurrenz um ihre Nutzung herrscht, aber der Ausschluss von Nutzer_innen kostspielig, wenn auch nicht unmöglich ist. Typisches Beispiel ist Weideland, das von den Bewohner_innen eines Dorfes gemeinsam genutzt wird. Zur Verhinderung einer Übernutzung der Ressourcen wird oftmals entweder zentralstaatliche Verwaltung oder Privatisierung der Ressourcen gefordert. Ostrom stellt diese Empfehlungen infrage und zeigt in ihren Arbeiten, dass eine Selbstorganisation der Nutzer_innen in vielen Fällen zu guten Ergebnissen im gemeinsamen Interesse führt und damit gerade im Sinne der Nachhaltigkeit die wirtschaftlich sinnvollste Lösung darstellt. In zahlreichen empirisch begründeten Studien beschäftigt sich Ostrom mit Nutzer_innengemeinschaften, die eigene Regelwerke für ihr Zusammenspiel, den Ausgleich ihrer Interessen und die Lösung von Konflikten entwickelt haben. Gemeinsame, konstruktive Gestaltung des eigenen wirtschaftlichen wie sozialen Umfeldes, und gemeinsame Gestaltung der entsprechenden Regeln vor Ort – das ist aktive Teilhabe, wie wir als Gefat diesen Begriff verstehen. Dass dieser Ansatz kein Luxus ist, der aus wirtschaftlichen Überschüssen finanziert werden muss, sondern dass intelligent ausgestaltete aktive Teilhabe eine Grundlage nachhaltiger wirtschaftlicher Entwicklung sein kann, zeigt Ostrom in Hinblick auf Ressourcen, deren Nutzung natürliche Grenzen gesetzt sind. Dass dieses Grundprinzip ebenso für die Nutzung von Ressourcen gilt, die sich nicht „abnutzen“, liegt nahe. Und in der Tat zeigen erfolgreiche Projekte, in denen die Träger_innen unterschiedlicher Kompetenzen wert- und zielorientiert zusammengeführt werden und gemeinsam aktiv-gestalterisch Initiative ergreifen, dass das vorhandene „kreative Kapital“ durch die entstehenden Synergien nicht nur besser genutzt, sondern noch vermehrt wird. Vertrauen ist dabei eine entscheidende Dimension. Nach der Finanz- und Wirtschaftskrise ist Sicherheit als Grundlage neuer Unternehmungen gefragt. Eine Beschränkung auf Geschäfte, die nach konventionellen Kennzahlen absolute Sicherheit bieten, ließe keine Innovation zu. Konstruktive, bewusst gestaltende Zusammenarbeit, die – besonders durch ihre Verankerung vor Ort – eine gemeinsame Vertrauensbasis der Beteiligten schafft, bietet bessere Grundlagen für eine neue und dieses Mal nachhaltige Wirtschaftsentwicklung. Fügen Sie diesen Artikel Ihrer Internetseite hinzu!Um einen Link auf Ihrer Internetseite hinzuzufügen, fügen Sie ihr bitte den folgenden Code hinzu: Vorschau:
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